Lahmer Hecht

Tips zum Angeln

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Tipps zum Angeln

Futter

 

Futter

Hier muss man sich erst einmal im Klaren werden, welchen Fisch möchte ich denn an der Angel haben. Bei den Fischen ist es ähnlich wie bei uns Menschen, der eine mag dies und der andere das. Will ich Brassen fangen, dann sollte ich besser süßes anmischen. Bei Rotaugen muss ich in die würzige Ecke greifen.

Also
Brassen:

Kopramelasse, Vanille, Karamell usw.

Rotaugen:

Curry, Koriander usw.

Hier sind der eigenen Fantasie alle Türen auf. Vor allem sollte man selbst austesten, welche Mischung an welchem Gewässer zu welcher Jahreszeit am fängigsten ist.
Ich kann aber nun zum Rotaugenangeln nicht einfach Mutters Currystreuer mitnehmen und das Zeug ins Wasser bröseln. Erstens wird das nichts bringen und 2. gibt es dann zu Hause richtig "Mecker". Auch "Werthers Echte" am Haken für die Brassen ist Verschwendung, die sollte man lieber selbst kauen.

Ich muss also ein Futter zusammensetzten. Dafür brauche ich Grundsubstanzen.

Futterarten

Eigentlich gibt es nur 4 Futterarten:

  1. Leichtes Futter mit geringer Klebkraft
  2. Leichtes bindendes Futter
  3. Schweres, gut bindendes Futter
  4. Schweres, wenig bindendes Futter

Leichtes Futter mit geringer Klebkraft
Es lässt sich zu einem Ballen formen, der beim Werfen zusammen bleibt. Beim Auftreffen auf der Wasseroberfläche fällt er sofort auseinander und sinkt als Wolke nach unten.
Einsatz: Stehendes Gewässer oder Oberflächenfütterung in stehenden und fließenden Gewässern.

Leichtes bindendes Futter:
Der Ballen sinkt langsam auf den Grund und löst sich dort auf.
Einsatz: Stehendes Gewässer auf große Fische wie Brassen. Man vermeidet eine Wolkenbildung, die die kleinen Fische anlocken würde. Schlammboden: hier würde schweres Futter einsinken und wirkungslos sein.

Schweres gut bindendes Futter:
Die Futterballen sinken schnell zu Boden und lösen sich nur ganz langsam auf.
Einsatz: Mäßig bis schnell strömendes Gewässer mit glatten Sand- oder Kiesboden. Kanäle mit Schiffsbetrieb und starker Schleusenströmung. Sehr gutes Brassenfutter.

Schweres, weniger stark bindendes Futter:
Der Futterballen sinkt schnell auf den Grund und löst sich auch schnell auf.
Einsatz: Mäßig bis schnell strömendes Gewässer mit unebenem und steinigen Untergrund. Dieses Futter ist für Rotaugen bei Kies- und Sandboden besser als das schwere gut bindende Futter.

In Fließgewässern ist eine Kombination der letzten beiden Futterarten sehr wirkungsvoll. Man setzt zuerst schweres gut bindendes Futter für die Langzeitwirkung aus. (Apfelsinengröße) Dann mit kleinen Mengen, schweres und weniger stark bindendes Futter. Das Letztere lockt die Fische an und das Erste hält sie am Platz. Wenn die Bissfolge nachlässt, animiert man die Fische mit mit kleinen Brocken, die man nach wirft.

 

Futter anmischen

Am besten wird das Futter ca. 20 Minuten vorm Angeln angemischt. Es kann dann richtig durchfeuchten. Es kommt darauf an, wie man das Futter ins Wasser bringen will. Je nach Anfütterungsmethode ist das Futter mehr oder weniger feucht zu halten. Wenn ich feste Ballen bilden möchte, die am Grund erst auseinander gehen, sollte das Futter nicht zu feucht werden. Hier muss man selbst einiges probieren. Also nicht gleich die gesamte Futtermenge anfeuchten. Es kann beim Angeln nämlich vorkommen, dass man seine Futtertechnik umstellen muss.

Zusatz von Maden oder Pinkies

Der Anteil von Maden / Pinkies sollte im Fließgewässer 10% des Futtergehalts nicht überschreiten. Beispiel: 0,5 Liter Maden auf 5 Liter Futter. Nimmt man mehr Maden, dann löst sich das Futter schneller auf. In stehenden Gewässern kann der Anteil der Maden / Pinkies wesentlich höher sein, wenn man mit Wolkenbildung arbeitet. Man kann dann sogar bis zu einem Verhältnis von 0,5 Liter Maden / Pinkies auf 2,5 Liter Futter gehen.

Futterfarbe

Ganz wichtig! Jedenfalls bei Gewässern, bei denen es auf Grund nicht gerade stockdunkel ist. Friedfische sind ständig in Gefahr von Raubfischen gefressen zu werden. Deshalb setzt man bei hellem Grund helles Futter ein und anders herum. Ist man nun an einer Stelle, wo man mit hellem Futter steht und der Grund aber dunkel ist, kann man sein Futter mit schwarzer Erde abdunkeln.

 

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